GRIMMA (09.08.2019): Kurz vor dem Besuch des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke ist das Rathaus in Grimma mit Fäkalien und Graffiti beschmiert worden.
Wie der Sprecher der Stadtverwaltung auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, wurden die Schmierereien am Morgen entdeckt. Inzwischen wurden sie fast vollständig wieder entfernt. Die Stadt Grimma hat Anzeige erstattet.

Die Grimmaer Bevölkerung ist tief empört, was die Antifa aus dem linken Lager hier gemacht hat. Grimma steht für Liberalität, Weltoffenheit. Was hier passiert ist – da geht es weniger um den materiellen Schaden. Aber es ist ein einmaliger Akt, den ich richtig schlimm finde.

Matthias Berger Oberbürgermeister Grimma dazu:

Die AfD habe den Saal im Rathaus, in dem am Abend Björn Höcke auftreten soll, wie „jede andere Partei ganz normal angemietet“. Damals sei noch nicht bekannt gewesen, dass Höcke als Redner auftreten werde. Aber selbst wenn es bekannt gewesen wäre, wäre die Anmietung wahrscheinlich genehmigt worden. „Wir können doch keine Gesinnungsmietverträge machen“

Besonders betroffen war dem Sprecher zufolge der Vordereingang mit Freitreppe. Dort stand unter anderem geschrieben „Höcke Kacke“. Auch am Hintereingang des Rathauses gab es Beschädigungen.

Bürgermeister im Gegensatz zur Regierung gesetzesgtreu

„Als Bürgermeister bin ich dafür da, dass die Verfassung – und das heißt auch Artikel 3, Gleichbehandlung – hier in Grimma Geltung haben. Nur weil – in diesem Fall irgendwelche linken Chaoten – der Meinung sind, Björn Höcke dürfe nicht ins Grimmaer Rathaus, ist das keine Rechtfertigung. Es ist nur schlicht kriminell, unmoralisch und schwerst zu verurteilen“.

Bekennerschreiben im Internet

Im Internet ist dazu ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Auf der linksextremen Plattform indymedia.org. heißt es unter anderem:

„In erster Linie richtet sich die Aktion natürlich gegen Höcke und seine völkisch-nationalistische Politik. Andererseits sind wir sauer auf die Stadt, die wie selbstverständlich einem solchen Faschisten ihre offiziellen Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und ihm so eine Bühne bietet.”

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