Kinder von Caroline Sommerfeld mussten Waldorfschule verlassen

WIEN: Es ist nicht das erste Mal, dass eine Waldorfschule sich der Nazimethode „Sippenhaftung“ bedient, wenn auch nur ein Elternteil von Schüler der sogenannten Neuen Rechten angehören. So entschied im diesem Sommer 2018 der Vorstand der Waldorfschule Wien-West in der österreichischen Hauptstadt, dass zwei Jungen die Schule verlassen müssen, deren Mutter die Philosophin Caroline Sommerfeld ist, eine Ikone der Neuen Rechten. Der Vater, Prof. Dr. Helmut Lethen, einer der profiliertesten Kulturwissenschaftler seiner Generation, der Generation der Achtundsechziger, ein Exponent der kulturellen Linken. Er altlinks, sie neurechts, und ihre Söhne sind für die Waldorfschule inakzeptabel: Die Familie von Helmut Lethen und Caroline Sommerfeld wurde aus politischen Gründen abgestraft. „Ist Sippenhaft wieder gesellschaftsfähig?” fragt die FAZ in einem ausführlichen Beitrag über diesen skandalösen Fall.

Waldorfschulen als Spiegelbild eines besorgniserregenden Linksrucks

Sippenhaftung war schon immer gängige Praxis totalitärer Systeme. Aus diesem Grund sollte es nicht sonderlich verwundern, dass diese Rechtsauffassung, obwohl illegal, derzeit wieder Platz greift. Wikipedia: „Die Sippenhaftung oder Sippenhaft ist eine Form der Kollektivhaftung. Sippenhaftung im ursprünglichen Sinne bedeutete die Pflicht der engeren oder auch weiteren Verwandtschaft, für die Schuld eines oder mehrerer Angehöriger einzustehen, insbesondere dann, wenn der Schuldige
nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte.“ Aktuell muss nicht einmal eine „Schuld“ vorliegen, die „falsche“ Gesinnung genügt.

Waldorfschule 2007 noch verfassungskonform

So hätten die Waldorfschulen noch im Jahr 2007 in der „Stuttgarter Erklärung gegen Diskriminierung“ ausdrücklich festgestellt, dass sie alle Menschen als frei und gleich an Würde und Rechten ansehen und wörtlich heißt es dort:

„Unabhängig von ethnischer Zugehörigkeit, nationaler oder sozialer Herkunft,
Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung.“  

Darauf wird jetzt locker gepfiffen, wenn es darum geht, linksfaschistische Systemvorgaben umzusetzen. Konkret in diesem Fall: Ausgrenzung unliebsamer Oppositionspolitiker samt  Familienangehörige. Man erkennt einmal mehr, dass das gesamte politische Spektrum nach links rückt und somit Positionen, die früher der Mitte zugeordnet wurden, heute als „rechts“, oder „rechtsextrem“ verteufelt werden.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Solve : *
21 + 6 =