ARD-Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke bleibt dabei: Es sei richtig gewesen, nicht über die im Dezember 2016 erfolgte Verhaftung des mutmaßlichen Mörders der Freiburger Studentin Maria L. zu berichten. Man habe nicht verschweigen wollen, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen afghanischen Asylsuchenden handelt. Der Fall sei – so bedauerlich dies sei – schlicht kein national relevantes Ereignis gewesen. Gniffkes Erklärung ist in mehrerer Hinsicht unglaubwürdig. Es gibt genügend Kriminalfälle, über die die Tagesschau durchaus berichtet hat, zum Beispiel über ein  Mordpaar aus Höxter. Auch als das Amtsgericht Dresden Pegida-
Chef Lutz Bachmann wegen Volksverhetzung verurteilte, hielt die Tagesschau dies für berichtenswert.

Mordfall hat keine „überregionale Relevanz“

Was die angebliche nicht vorhandene überregionale Relevanz des Mordfalls in Freiburg betrifft: Ein Blick in die Nachrichtenportale und Zeitungen von heute zeigt, wie daneben Gniffke mit seiner Einschätzung liegt. Nahezu sämtliche Medien berichten über den Fall – und zwar gerade weil der mutmaßliche Täter als Flüchtling ins Land gereist ist. Zahlreiche Politiker fürchten, dies könne zu einem Umschwung in der Bevölkerung gegenüber Asylsuchenden führen.

Tödliche Vergewaltigung in Indien relevant, eine in Freiburg nicht?

Schon wurden die Warnungen laut, das brutale Verbrechen dürfe nicht dazu  „missbraucht“ werden, Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen. Wenn der damalige Vize-Kanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel warnt: „Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen – egal, wer sie begeht – keine Volksverhetzung zulassen“ und wenn Freiburgs Grüner Oberbürgermeister Dieter Salomon befürchtete, die Herkunft des Festgenommenen, sei „Wasser auf die Mühlen derer, die immer schon wussten, dass Flüchtlinge böse Menschen sind“, bekommt so ein Fall dann nicht allein dadurch
schon eine gesamtgesellschaftliche Relevanz? Und warum war es der Tagesschau am 5. Januar 2013 einen Bericht wert, als in Indien eine junge Frau an den Folgen einer Vergewaltigung durch mehrere Männer starb?
Quelle: Junge Freiheit vom 05.12.2016

Täter vorbestrafter Asylbetrüger – in Griechenland verurteilter Schwerverbrecher

Der Freiburger Mordfall nimmt langsam unglaubliche Züge an, berichtete die Welt am 14.12.2016. Dabei spielt möglicherweise auch die griechische Justiz eine Rolle. Nach Informationen der Welt wurde der mutmaßliche Mörder von Maria L. am 31. Oktober 2015 vorzeitig aus der Jugendstrafanstalt Kassaveteia in Volos (Zentralgriechenland) entlassen. Ursprünglich war Hussein K. im Februar 2014 wegen versuchten Mordes an einer griechischen Studentin auf der Ferieninsel Korfu zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. So einer hätte in einem funktionierenden Rechtsstaat nach genauer Prüfung niemals frei herumlaufen dürfen – und das kommt bei der Bevölkerung nicht gut an – da schweigt man lieber.

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