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Der Publizist und TV-Moderator Michel Friedman glaubt in der AfD eine Bedrohung der Demokratie. In einem AZ-Interview besitz er sogar die Unverfrorenheit die AfD dafür verantwortlich zu machen, dass Juden sich in Deutschland immer bedrohter fühlen. Nicht ein Wort verliert der Jurist über den importierten Antisemitismus.

„Wir haben uns gegen die AfD zu positionieren“

Seine Tiraden lesen sich so:

„Die AfD ist die Partei des Hasses. Sie sitzt in den Parlamenten, ob im Osten oder auch in Bayern. Sie ist die größte Oppositionspartei im Deutschen Bundestag. Die AfD ist keine verschwindende Minderheit mehr, sondern eine qualifizierte. Aber die Mehrheit in unserem Land steht immer noch auf dem Boden des Grundgesetzes. Dort steht das Fundament unserer Zivilisation: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Nun haben wir uns einerseits gegen die AfD zu positionieren, aber die wichtigste Aufgabe ist es, die Demokratie lebendig sein zu lassen, uns für die Freiheit und Vielfalt des Menschen einzusetzen. Aller Menschen. Wir müssen das laut und selbstbewusst machen, lauter und selbstbewusster als es die die Gegner der Demokratie tun.“

Auch AfD-Wähler sind „Menschenhasser“

„Dann reichen 25 Prozent Menschenhasser. Das Engagement für Demokratie wird in den nächsten Jahren entscheiden, ob wir in Freiheit oder Unfreiheit leben werden… Dieser Alltagsantisemitismus, den es dauernd gibt, der hingenommen wird, der ist das Problem. Dieser strukturelle Antisemitismus, der immer wieder einsickert, der sorgt auch dafür, dass am Ende im Extremen die AfD so erfolgreich ist.”

AfD hat ein Programm, das heißt Hass

Es ist unerträglich, wenn ein Kind einem anderen Kind mit einer Beleidigung gegenübertritt, erst recht mit der: „Du Judenschwein”. Was mich beunruhigt ist allerdings die Konsequenzlosigkeit, die scheinbare Hilflosigkeit.

Genau diese Konsequenzlosigkeit, auch gegenüber Kriminellen ist es, die der AfD aufstößt und die letztlich Leuten wie Friedman und seinen linken Gesinnungsgenossen zu verdanken ist. Und es erhebt sich die Frage, wieso sich Juden auch in anderen europäischen Ländern nicht mehr sicher fühlen, in Ländern wo es zwar keine AfD gibt, aber jede Menge von Leuten, die sich offen zum Antisemitismus bekennen. In denen erblickt Friedman keine Gefahr.

Das ganze Interview mit Friedman in der AZ finden Sie hier.

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