Steffen Kotré bei der Pressekonferenz der AfD über gewonnene Erkenntnisse in Syrien. Bild: AfD-TV

Nachfolgend ein auszugsweises Transkript der u.a. für die Problematik der syrischen Migranten und Flüchtlinge in Deutschland äußerst relevanten Äußerungen des Bundestags-Abgeordneten Dipl.-Ing. Steffen Kotré bei der gestrigen Pressekonferenz über die Syrien-Reise der AfD-Kontaktgruppe unter der Leitung von Bundestags-Abgeordneten Frank Pasemann (Mitglied der Landesgruppe Sachsen-Anhalt in der Bundestagsfraktion und Landesvorstandsmitglied der AfD im Landesverband Sachsen-Anhalt).

Steffen Kotré: Als energiepolitischer Sprecher der AfD habe ich mich natürlich für die Gas- und Ölversorgung in Syrien interessiert; die Gasversorgung ist stabilisiert, beim Öl hapert es. Präsident Trump hat gesagt: unsere Truppen sind in Syrien, wir wollen die Finanzierung unserer Truppen mit dem Öl, das dort gefördert wird. Das bedeutet in meinen Augen nichts anderes als dass man dem syrischen Volk das Öl stiehlt. Uns wurde gesagt, dass das pro Tag zwei Millionen US-Dollar wären. Ich kann das nicht beurteilen, aber das wäre vielleicht eine Aufgabe für Sie [Journalisten, Anm.d.Red.] dort einmal nachzuforschen. Wenn die US-Amerikaner überall auf der Welt den Umweltschutz hochhalten, so machen sie das nicht in Syrien – dort scheint ihnen das völlig egal zu sein. Uns haben hier Bilder erreicht von Umweltsünden wie Ölseen in den Besatzungsgebieten der USA in Syrien, die tagtäglich größer und nicht gesäubert werden. Hier sehen wir wieder, wie der Westen Syrien mit zweierlei Maß behandelt.

Wir fordern vor allem die Wiederaufnahme des internationalen Zahlungsverkehrs, denn ohne dem kann die Wirtschaft nicht richtig laufen. Die Inflationsrate galoppiert und das macht viele Produkte teurer; damit wird nicht die Assad-Regierung getroffen, sondern die einfache Bevölkerung.

Wir wollen, dass dem syrischen Volk geholfen wird und wenn die deutsche Regierung dazu nicht bereit ist, dann werden wir die entsprechenden Konzepte erarbeiten und die notwendige Unterstützung in Deutschland organisieren.

Zum Verständnis, wie die Sanktionen funktionieren: sie verlängern geradezu die Zeit, wo man zur Besinnung kommt; die Sanktionen haben haben dazu geführt, dass die Assad-Regierung gestärkt worden ist, weil die Menschen merken, jetzt müssen wir zusammenstehen und der Westen hat uns völlig enttäuscht, d.h. von dort kann keine Lösung kommen. Insofern sind die westlichen Sanktionen völlig kontraproduktiv.

Russland hat es erst möglich gemacht, dass Syrien jetzt Frieden bekommt. Russland hat den IS entscheidend geschlagen und der Westen hat nur zugeschaut. Insofern haben die Russen sehr viel geleistet. Es gibt bereits eine russisch-syrische Handelsgesellschaft. Das ist die beste Voraussetzung, dass das Land in Aufschwung kommt. Die Russen leisten dort mehr als wir.

Jetzt kommen wir wieder auf den Punkt: Sanktionen weg! Keine Forderung von uns an die syrische Regierung, sondern die Forderung an die deutsche Regierung: die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und die Möglichkeit, dass deutsche Unternehmen und deutsche Finanzierung vor Ort tätig sind. Die Finanzierung können wir ganz klar sichern, indem wir die im Zuge der Rückkehr der Migranten und Flüchtlinge [das ist eines der programmatischen Ziele der AfD, Anm.d.Red.] eingesparten Sozialleistungen teilweise dort verwenden. Sie wissen, ein Euro, den wir hier ausgeben, der wirkt einmal; im Verhältnis dort in Syrien wirkt er 20- oder 30-mal.

Das komplette Video der Pressekonferenz von AfD-TV können Sie hier einsehen: Syrien-Reise.
Kurze Zusammenfassung der Lage in Syrien von Steffen Kotré hier.

 

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