Ein Niederösterreicher erwischte zwei Einbrecher auf frischer Tat. Auf einen schoss er. Jetzt muss er ihm Schmerzensgeld zahlen.

Ein Niederösterreicher (67), der im Februar in St. Valentin (Bezirk Amstetten) sein Haus vor Einbrechern verteidigen wollte, musste sich nun vor Gericht verantworten.

Kroatischer Einbrecher angeschossen – Schmerzensgeld statt Haft

Der 65-Jährige überraschte einen Kroaten (47) und dessen Komplizen, die sich in seinem Haus zu schaffen machen wollten. Der Schütze schoss zweimal auf die Männer. Dabei erlitt der 47-jährige Kroate einen Durchschuss am Oberschenkel, konnte aber zunächst noch mit seinem Komplizen flüchten. Bei einer Tankstelle ließ ein unbekannter Fahrer den Angeschossenen aussteigen. Zeugen riefen Polizei und Rettung. Der Einbrecher konnte das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.

Acht Monate bedingt und Geldstrafe

Jetzt fiel im Prozess ein Urteil. Der 67-Jährige wurde zu acht Monaten bedingter Haft wegen fahrlässiger Körperverletzung und einer Geldstrafe von 3.600 Euro – er besaß die Waffe illegal – verurteilt. Zu alledem muss er dem kroatischen Einbrecher auch noch ein Schmerzensgeld von 2.100 Euro zahlen.

Der Richter begründete das Urteil damit, dass man in Notwehr nicht auf einen Flüchtigen schießen dürfe.

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