Sandro Halank / wikimedia commons / CC BY-SA 4.0

Etwa dreieinhalb Monate nach der Landtagswahl ist mit den Stimmen der AfD der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten von Thüringen gewählt worden. In dem Bundesland kommt die Wahl vom Mittwoch einem politischen Beben gleich. Im entscheidenden dritten Wahlgang konnte sich Kemmerich bei der Abstimmung im Erfurter Landtag gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Ramelow von der Linken durchsetzen.

AfD konnte das Schlimmste verhindern

Ramelow hatte eigentlich eine rot-rot-grüne Minderheitsregierung in Thüringen unter seiner Führung angepeilt. Ein wahres Alptraumszenario für jeden aufrechten Demokraten. „Wir haben aus Staatsräson geschlossen Kemmerich gewählt“ erklärte der AfD-Abgeordnete Stefan Möller auf Twitter und begründete damit die Entscheidung, warum man dem von der AfD aufgestellten parteilosen Kandidaten Christoph Kindervater im letzten Wahlgang keine Stimme gab.

Kappe Entscheidung und Dammbruch

Dementsprechend knapp fiel die Entscheidung zwischen Kemmerich und Ramelow aus. Auf den bisherigen Regierungschef entfielen 44 Stimmen, Kemmerich erhielt 45 Stimmen, bei einer Enthaltung. „Das ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass ein Ministerpräsident mit den Stimmen der AfD ins Amt gewählt wurde” erklärte der Erfurter Politikwissenschaftler André Brodocz im MDR.

Auch der außenpolitische Sprecher der AfD, Bystron findet die passenden Worte für den für Deutschland historischen Dammbruch in einem Video:

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Solve : *
10 − 4 =