Angelika Merkel nimmt zum „einzigartigen Vorgang, der mit eine Grundüberzeugung gebrochen hat“ Stellung. Bild Screenshot Youtube.

Wie weit es mit dem Demokratieverständnis von sogenannten „Demokraten“ her ist, zeigt die Reaktion auf die demokratisch völlig korrekte Wahl von Thomas Kemmerich (FDP) zum Ministerpräsidenten von Thüringen mit den Stimmen der AfD am 06. Februar 2020. Offensichtlich darf diese wohl einzige ernstzunehmende Oppositionspartei nicht nur nicht gewählt werden, sondern auch nicht wählen!

Spitzenpolitiker der Bundesparteien schalten sich erregt ein

Schnappatmend und voll der Erregung schalten sich die Spitzenpolitiker der Bundesparteien ein. Sie fordern Neuwahlen. Sie fordern offen eine „Rückgängigmachung“ der demokratischen Wahl. Hier einige Beispiele:

SPD-Chef Walter-Borjans:

„Für uns Sozialdemokraten gilt, dass ein solches Ergebnis, das so zustande gekommen ist, keinen Bestand haben darf. FDP und CDU dürfen sich nicht zum Steigbügelhalter für den Faschismus, für Rassismus, für Hetze gegen andersdenkende Menschen missbrauchen lassen.“

Grünen-Chefin Katrin Göring-Eckardt:

„Lindner muss Kemmerich zum Rücktritt bewegen.“

Heiko Maaß, Außenminister (SPD):

“Sich von Rechtsextremen zum Ministerpräsidenten wählen zu lassen, ist komplett verantwortungslos. Gegen die AfD müssen alle Demokraten geschlossen zusammenstehen.”

Und als Höhepunkt dieser geplanten Demokratie-Aushebelung schaltet sich tags darauf (06.02.2020) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein:

„Dass dieser Vorgang unverzeihlich ist und das Ergebnis wieder rückgängig gemacht werden muß“

Nachdem für Merkel offensichtlich demokratische Entscheidungen, die nicht ins Konzept der Funktionseliten passen, „unverzeihlich“ sind, müsste der Verfassungsschutz im Grunde genommen einschreiten. Aber der ist ja bekanntlich auch im Griff von Merkel, wie im Fall des von der Kanzlerin abservierten ehemaliger Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen demonstriert wurde.

2 KOMMENTARE

  1. Wenn demokaratisch stattgehabte und legitimierte Wahlen von einer Kanzlerin aus RÜCKGÄNGIG gemacht werden müssn, was kommt dann als nächstes? Ich vermute, Wahlen werden gar nicht mehr stattfinden.

  2. Es ist schon interessant wie Politiker eine neue Wahl wollen, wenn ihnen das Ergebnis nicht gefällt. Langfristig werden so unsere Wahlen demontiert, d. h. es wird dann eben so lange gewählt, bis das Ergebnis den Mächtigen gefällt. Wie viel Angst müssen die bisherigen Politiker vor der AfD haben.

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