Der Landessprecher der AfD Mecklenburg-Vorpommern, Leif-Erik Holm. Bild: wikimedia commons

Zur den Äußerungen des CDU-Mitgliedes des Deutschen Bundestages, Philipp Amthor vor dem Hintergrund der Entwicklung in Thüringen, die CDU werde in Mecklenburg-Vorpommern parlamentarisch nicht mit der AfD zusammenarbeiten, erklärt der Landessprecher der AfD MV, Leif-Erik Holm:

„Mit wem will Philipp Amthor seine Vorstelllungen von deutscher Leitkultur, zügigen Abschiebungen und Patriotismus in MV eigentlich umsetzen? Mit der Schleswig-SPD? Mit den Grünen? Amthor spielt mit falschen Karten, wenn er seinen Mitgliedern eine konservative Politik verspricht und gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt.“

Thüringer Signal zeigt, dass AfD-Ausgrenzung keine Zukunft hat

Holm weiter:
„Ministerpräsidentenwahl in Thüringen hat eindrucksvoll gezeigt, dass es mit der AfD bürgerliche Mehrheiten gibt, mit denen rot-rot-grüne Regierungen verhindert werden können. Ich gratuliere den Thüringer Landtagskollegen zu diesem Coup. Das gesandte Signal ist wichtig, zeigt es doch, dass das dauerhafte Ausgrenzen der AfD keine Zukunft hat. Das sollte auch Amthor zur Kenntnis nehmen. Wenn die CDU nicht dauerhaft von Grünen und SPD abhängig sein will, muss sie sich auf die AfD zubewegen.

AfD ist nicht durch Ignorieren aus dem Weg zu schaffen

Auch zum Wunschdenken der CDU findet Holm klare Worte:
Sollte sich Amthor gegen die linksorientierte CDU-Konkurrenz in MV durchsetzen können, lade ich ihn sehr gerne zu Gesprächen darüber ein, wie wir für MV den dringend benötigten Wechsel hin zu einer bürgerlich-konservativen Politik hinbekommen. Er selbst hat vor wenigen Tagen gesagt, die AfD werde man ‚nicht durch Ignorieren aus der Welt schaffen‘. Sollte Herr Amthor meinen, bei der kommenden Wahl werde es in MV auf ein Duell zwischen SPD und CDU hinauslaufen, dürfte er am Ende wie seine Kollegen in Brandenburg, Thüringen und Sachsen sein blaues Wunder erleben.“

Ausgrenzer will „Verantwortung“ übernehmen

Der CDU-Politiker Amthor (27) hat als erster offizieller Bewerber seine Kandidatur für den Vorsitz seiner Partei in Mecklenburg-Vorpommern angekündigt. Er sei „bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen”. Verantwortung sieht wohl anders aus.

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