BISINGEN-THANHEIM/HECHINGEN: Am 06. Februar 2020 haben Beobachter am Amtsgericht eine Verhandlung mit teils bizarren Szenen verfolgen können. Ein etwa 20 Jahre alter Syrer sitzt auf der Anklagebank. Mitte September 2019 will der Angeklagte mit seinem Vater den Bruder ins Krankenhaus bringen. Unterwegs hält man an und verständigt die Rettung. Immer mehr Blut rinnt aus den Schnittwunden des Bruders. Woher er diese hat? Das wird während der Verhandlung nicht deutlich. Der Vater spricht im Zeugenstand von einer „Operation“.

Situation eskaliert

Eine Sanitäterin will den Zustand des Verletzten erkunden. Den Blutdruck habe sie messen wollen. Dazu die Zeugin: „Ich bin wieder angeschrien worden, was ich da mache.“ Danach eskaliert die Situation. Der Angeklagte soll in Richtung der Sanitäterin gerufen haben: „Meinem Bruder geht es schlecht. Wenn Du nichts machst, bringe ich Dich um!“ Die Zeugin: „In diesem Moment hatte ich Angst.“ Deshalb habe sie die Polizei gerufen – und deshalb findet dieses Verfahren jetzt statt.

Kuschelurteil für Morddrohung und Verhöhnung vor Gericht

Der durch die „Operation“ Verletzte, der eben noch im Zeugenstand gewesen ist, kichert in der letzten Zuschauerreihe leise vor sich hin. Zuvor gab er an, die Sanitäterin habe ihn behandeln wollen, während er gerade mit seiner Mutter telefoniert hat. Später verfällt er der Aussage: „Diese Frau hat mich bedroht.“ Und der Vater spricht nach Befragung durch die Richterin auch vom Telefonat seines verletzten Sohnes mit der Mutter, das die Rettungssanitäterin gestört habe.

Das Kuschelurteil der Jugendrichterin (!) für den 20 jährigen syrischen Schutzsuchenden: 20 Arbeitsstunden für eine gemeinnützige Einrichtung zu leisten. Die Kosten des Verfahrens muss er nicht tragen. Der artige Urteile sind wohl der Grund dafür, dass sich ungebetene Gäste immer unverschämter benehmen. Quelle: Schwarzwälder Bote

 

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