Die Fassade des Gasthofes Rassen nach linksfaschistischem Anschlag

GARMISCH-PARTENKIRCHEN – Zu einer massiven Sachbeschädigung ist es am frühen 13. März 2020 gekommen. Linksfaschisten haben sich am Gasthof Rassen zu schaffen gemacht. Die Gebäudefront des Gasthauses, in dem des Öfteren Veranstaltungen der AfD stattfinden, wurde über die gesamte Breite auf einer Höhe bis zu zwei Metern und etwa 14 Metern Länge mit schwarzer Farbe besprüht. Zusätzlich ist der Schriftzug „Kein Raum der AfD“ zu lesen. Der Grund: In der Vergangenheit sah sich der Wirt immer wieder Kritik von Linken ausgesetzt. Denn er ließ Veranstaltungen der AfD in seinem Saal zu. Frauke Petry, Beatrix von Storch, Alexander Gauland und Alice Weidel traten dort bereits auf.

Mutiger Wirt wehrt sich und zeigt Zivilcourage

Die AfD, sagt ihr Vertreter von Garmisch-Partenkirchen, hat große Schwierigkeiten, Veranstaltungssäle zu finden. Der Wirt bietet ihren Anhängern den Platz, den sie brauchen. Immer aus Überzeugung. Nicht, weil er der Partei angehört oder ihr nahesteht – „Ich bin CSU“, sagt er über sich selbst –, sondern weil dies zu seinem Verständnis von Demokratie gehört. Eine anerkannte, gewählte Partei darf in seinem Haus auftreten und sprechen. Das ist für ihn die Basis für ein Miteinander. „Solange die Menschen reden, gibt es keinen Krieg.“ Die Aktion jetzt – schon einmal wurde eine Wand mit Anti-Nazi-Parolen beschmiert – schreibt er Feiglingen zu. Auf die er auf seine Art reagieren möchte: Er überlegt, ob er nicht künftig auch Vertreter extremerer Flügel sprechen lässt, denen er früher abgesagt hätte. Radikal, das weiß er. „Aber wenn mich jemand angreift, werde ich zur Furie.“

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