Linker Parteitag / Bild: wikimedia commons (CC BY-SA 4.0)

Die Landesschiedskommission der Linkspartei hat ihrer Drohung, den Fraktionsvorsitzenden im Stadtparlament Ingo Paeschke aus der Partei zu werfen, weil er im Mai gemeinsam mit einem Vertreter der AfD und der Fraktion „Gemeinsam für Forst“ eine Pressekonferenz zum Neubau eines Jugendclubs in Forst in der Lausitz gegeben hatte, wahr gemacht. Paeschke hat dem Tribunal des Linke-Landesvorstandes nicht nachgegeben und sich für seine „Entgleisung“ weder entschuldigt noch ist er, wie verlangt, zurückgetreten.

Dogma des „Antifaschismus“ am wichtigsten

Eine solche Zusammenarbeit verletze „einen elementaren Grundkonsens der Linken“, meinten die Linke-Landesvorsitzenden Anja Mayer und Katharina Slanina. Und schon war Paeschke, der jahrelang für seine Partei gelaufen war, draußen. „Ich habe gestern Abend gelernt, dass bei den Linken das Dogma des Antifaschismus mehr wiegt“, sagte Paeschke nach dem Rauswurf.

Weil sich immer wieder Abweichler finden, die das Kontakt- und Sprechverbot mit der AfD ignorierten, werde es demnächst eine „Handreichung“, also einen Befehl von ganz oben geben, wie mit der AfD in den Kommunen umgegangen werden sollte. „Der Ausschluss aus der Partei darf nur ein letztes Mittel sein“, betonten die linken Parteioberen.

Paeschke akzeptiert den Rauswurf

„Ich nehme den Ausschluss hin“, sagte Paeschke am 27.10.2020  der Nachrichtenagentur dpa. Er will nicht gegen den Parteiausschluss beim Bundesschiedsgericht vorgehen. Aber ein Schnippchen schlägt er seinen ehemaligen Genossen doch noch: Er will den Vorsitz der dreiköpfigen Links-Fraktion im Stadtparlament von Forst behalten, als Parteiloser eben. Die beiden anderen Mitglieder machen mit.

Quelle: unzensuriert.de

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