LEIPZIG –  Am 13.12.2020 eskalierte mal wieder im Stadtteil Connewitz die Lage. Auf einer Kundgebung forderten zunächst rund 150 Teilnehmer „Rechte AkteurInnen in Polizei, Geheimdiensten und Justiz aufdecken“. Binnen einer Stunde habe sich die Zahl der Teilnehmer verdoppelt, berichtet die Polizei, die sich zum Eingreifen gezwungen sah, als sich ein Teil der Kundgebungsteilnehmer entgegen der Auflagen doch zu einem Marsch in Richtung Connewitzer Kreuz, dem Zentrum des Viertels, formierte.

Einsatzkräfte mit Gasflaschen, Pyrotechnik und Steinen angegriffen

Aus der Menge heraus seien sodann Polizisten und Mitarbeiter der Leipziger Versammlungsbehörde unter dem Motto „Kampf den FaschistInnen in Uniform“ mit Glasflaschen, Steinen und Pyrotechnik beworfen worden. Den Einsatzkräften sei es zwar gelungen, den verbotenen Aufzug zu stoppen, doch seien zahlreiche Teilnehmer „in unbekannte Richtung geflohen“, während sich andere wieder unter die Zuhörer der Kundgebung gemischt hätten.

Einsatzkräfte behinderten Journalisten

Im Zuge des Tumults soll es zu mehreren Übergriffen von Polizisten auf Demonstranten sowie Journalisten gekommen sein. Pressevertreter berichteten zudem, von Beamten an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert worden zu sein. Einem Medienvertreter sei die Kameraausrüstung beschädigt worden. Auf im Internet veröffentlichten Handyvideos ist zu sehen, wie Polizisten einen Kameramann überrennen und im folgenden Handgemenge offenbar die Kamera zu Bruch geht.
Quelle: FAZ
Anmerkung:
Eine Reportage über eine Kundgebung der Bewegung „Querdenker“  am 08. 11. 2020 wurde mit einem Bild von einer ähnlichen linksextremen Demo in Connewitz „versehentlich“  szenisch untermalt.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Solve : *
27 − 13 =