BERLIN – Die Polizei ermittelt, ob die Behinderung eines Rettungseinsatzes durch einen Radfahrer in Berlin-Reinickendorf zum Tod einer Seniorin geführt hat.

Der Mann hatte am 01.03.2021 Rettungskräfte aufgehalten und attackiert, die sich um eine 92-Jährige kümmerten. Die Frau war zuvor in einem Seniorenheim im Märkischen Viertel wiederbelebt worden. Der 50-Jährige machte den Einsatzkräften trotz Blaulicht und Martinshorn auf der Fahrbahn keinen Platz, sondern blieb auf der Mitte der Straße.

Als der Fahrer des Rettungswagens schließlich überholen konnte und abbremsen musste, damit das ihm folgende Einsatzfahrzeug aufschließen konnten, stieß der in der Mitte verbliebene Radfahrer mit dem Wagen zusammen. Anschließend klagte der Mann über Schmerzen, ohne diese weiter zu erläutern.

Stattdessen riss er die Fahrertür auf, um den 28-jährigen Sanitäter zu bedrohen und zu beleidigen. Danach versuchte er die Hecktür zu öffnen, was die Besatzung aber verhindern konnte.

Während der laut mehreren Minuten andauernden Attacke konnte der Rettungswagen daher nicht weiterfahren. Der Notarzt kümmerte sich währenddessen um die Patientin, da sich ihr Gesundheitszustand zwischenzeitlich wieder verschlechtert hatte und sie erneut reanimiert werden musste. Sie starb später im Krankenhaus.
Quelle: TAG24

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