DORTMUND – Gleich 76 Mal stach Alim K. (24) zu. Dass das seine Juvy-Ann (22) und das gemeinsame ungeborene Kind nicht überlebten liegt auf der Hand. Ist das etwa kein Mord? Noch dazu, wo das Opfer aufgelauert wurde und der Täter ein Messer extra dabei hatte?

Kein Mord sondern Totschlag

Für Richter Thomas Kelm war diese Tat nur ein Totschlag und kein Mord. Gestern wurde der Killer vom Landgericht Dortmund (NRW) zu zehn Jahren Haft verurteilt, könnte nach zwei Dritteln der Strafe einen Antrag auf Bewährung stellen. Die Eltern des Opfers waren fassungslos über das milde Urteil. Die Mutter brach weinend im Gerichtssaal zusammen. Vater Hans Joachim F. unter Tränen zu BILD:

„Ein Bankräuber bekommt die gleiche Strafe. Und hier metzelt einer meine Tochter nieder und kommt vielleicht aus dem Gefängnis, bevor er dreißig ist. Wie kann das sein?“

Handlung im Affekt und „Tat gegen sich selber“

Die abenteuerliche Begründung des Richters: Alim K. habe im Affekt gehandelt, sich nicht unter Kontrolle gehabt. Richter Kelm erklärt:

„Das Opfer beschimpfte ihn vor der Tat, das ist eine Erschütterung des Persönlichkeitsgefüges. Erst da drehte er durch, zog das mitgebrachte Messer.“

Fehlte gerade noch, dass man nicht noch dazusagte; selber Schuld einen Alim beschimpft man besser nicht. Ausserdem „gab sie ihm Kontra, ließ sich in der Beziehung nicht alles gefallen.“ Noch einen Milderungsgrund gibt es: „Es war auch eine Tat gegen sich selbst. Denn er wollte ja das Kind.“

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